Feb. 4

Mass Effect 3 – Was kostet ein vollständiges Spiel?


Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!

Am 08.03.2012 ist es endlich soweit. Commander Shepard bestreitet ihr letztes Abenteuer, womit die Mass Effect Trilogie abgeschlossen wird. Ja, Commander Shepard ist bei mir seit Beginn der Saga ein sexy Redhead mit einem Herz für Asari, einem speziellen Sinn für Gerechtigkeit und einer ganz eigenen „Attitude“. Mass Effect 3 ist seit Yakuza 4 das erste Spiel, das ich mir einfach vorbestellen musste, um zum Release in die letzte Schlacht ziehen zu können. Ich pfeife auf den Multiplayer, mir sind die Vorschusslorbeeren total egal, ich will einfach noch einmal in diese grandiose Atmosphäre eintauchen und erleben, wie meine Heldin das Universum rettet. Ich frage mich allerdings zu welchem Preis ich mir das vollständige Ergebnis erkaufen muss.

Ist man mit der Grundausstattung zufrieden, die EA für eine Minimalausgabe von ca. 60 Euro rausrücken will, kann man natürlich sofort loslegen und die Geschichte ausgiebig spielen und bis zu einem der vielen Enden bringen. Gibt man allerdings 30 Euro mehr aus, erhält man die sogenannte N7 Collector’s Edition. Dafür erhält man in erster Linie eine weitere Mission inklusive eines zusätzlichen Teamcharakters, die der Standardkäufer höchstwahrscheinlich früher oder später als DLC nachkaufen kann. Das ist eigentlich schon gierig, da dieser Bonuscharakter bei Mass Effect 2 auch der Normalversion beilag und nur Gebrauchtkäufer ausgeklammert wurden. Die weiteren zusätzlichen Inhalte bieten Boni wie ein erweitertes Waffenarsenal, ein paar neue Shepard-Outfits und einen Normandy “Robotic Dog”-Begleiter, der zweifellos von Fable 2 inspiriert wurde. Der Rest der Goodies beinhaltet keine Spielinhalte und richtet sich eindeutig an Sammelwütige und Social Media Fans. Ein Soundtrack, ein paar digitale Gegenstände zum Ausstaffieren des eigenen Avatars oder Forumpräsenzen, ein N7-Aufnäher, ein Art-Book, ein (pseudo) limitiertes Mass Effect Comic und eine kleine Lithographie. Abgerundet wird diese Sammlerausgabe mit der meiner Meinung nach absolut überflüssigen Steelbook-Verpackung. Soweit so normal, da Collector’s Editions immer teurer sind und ein paar Goodies als Kaufargument enthalten sein müssen. Bedenklich finde ich es allerdings, dass man auch diverse Merchandise-Artikel kaufen „muss“, um weitere Inhalte zu bekommen. So gibt es in Kürze ein ME3-Artbook, das für Vorbesteller als Bonus eine weitere mächtige Waffe als Code enthält – macht noch mal 20 Euro. Dann wären da noch die offiziellen Actionfiguren, die mit jeweils 17 Euro bis 20 Euro zu Buche schlagen. Es gibt 16 Figuren, die alle nach dem Zufallsprinzip weitere Codes enthalten, für die man Multiplayer-Boni erhält. Ist man also auch an den Multiplayermissionen interessiert – und laut Bioware kommt man für ein erfolgreiches Spiel nicht dran vorbei – und will man „up to date“ sein, kann man hier weitere Euronen investieren. Für alle Figuren wären dann weitere 300 Euro fällig.

Zugegeben, man kann die Summe von 410 Euro nicht auf die Kosten für ein vollständiges Spiel reduzieren, aber es ist schon der Hammer wie dem Fan das Geld aus der Tasche gezogen wird. Warum geht das Marketing diesen Weg? Neue Absatzmärkte! Es ist kein Geheimnis, dass nicht alle Spieler DLCs kaufen wollen. Gerade für den Sammler hat alles ohne Verpackung eben keinen Wert, aber hält man etwas in der Hand, wird ein beiligender Code als Bonus und nicht als Kaufgrund wahrgenommen. Da wird eine erfolgreiche Serie schnell mal zur eierlegenden Wollmilchsau, mit der man im George Lucas Stil ein Maximum an Merchandise raushaut und Geld reinholt. Macht das Schule werden Sammler bald über zusammenbrechende Regale und die einfachen Spieler über noch gröber zerstückelte Spiele klagen. Über eines muss man sich als Gamer allerdings im Klaren sein: Ob man bis zum Streetday 60, 90 oder 400 Euro ausgibt ist vollkommen egal, denn niemand von uns wird an diesem Tag ein vollständiges Spiel in der Hand halten. Oder glaubt hier tatsächlich irgendjemand, dass Mass Effect 3 vollkommen ohne kostenpflichtige Bonusmissionen auskommen wird, die in den kommenden Monaten mehr oder weniger lieblos nachgeschoben werden und für 5 bis 10 Euro pro Spielabschnitt gekauft werden müssen? Manchmal glaube ich wirklich, dass zumindest die Spielewelt ohne Internet besser war.


Feb. 2

Shenmue 2 – Entenrennen


Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!

In Shenmue 2 gibt es einen schönen Sidequest, der die ansonsten ernste Story mit etwas Humor auflockert und nebenbei ein paar kleine versteckte Features freilegt, die beim normalen Durchspielen leicht übersehen werden. Da diese Sidequest auch in der Dreamcastversion vorhanden ist stehen Discnummern dabei, um kritische momente zeitlich besser einordnen zu können. Diese sind für die XBox-Version natürlich zu ignorieren 🙂

Diese Sidequests finden ausschließlich auf Disc 2 statt (zwischen dem ersten Buchtragen im Man Mo Tempel und den Chawan-Zeichen)! Diese ist die zeitl. Richtlinie – es kann auch später begonnen werden, doch ist die Story auf Disc 2 später so hektisch, dass man leicht in die dritte Disc reinrutscht und die Chance vertan hat.

1) Gehe in den Pigeon Park (Worker’s Pier/großer Brunnen)

2) Suche nach einem rothaarigen Mädel, die mit Martial Arts Übungen beschäftigt ist.

3) Stelle dich neben sie und warte, bis sie ein Gespräch anfängt und quatsche ein wenig mit ihr.

4) Gehe nun zum Tomato Shop im Golden Qr. und spreche mit dem Mädel hinter der Ladentheke.

5) Nun geht’s ins Green Market Qr., am besten direkt über den Zugang im Golden Qr. (oberster Rand treppab). Gegenüber dem Come Over Guesthouse ist ein Pawnshop mit einem schmalen Durchgang auf der linken Seite. Geht man durch diesen Gang läuft man auf einen hellgekachelten Bereich zu. Hier gibt es ein Türloch ohne Tür, dass auf den anderen Discs mit Brettern vernagelt ist. Hier geht man rein und nimmt alles mit, was auf dem Tisch liegt (3 Schachteln mit Capsule Toys und die Bronzemedaile)

6) Mit der Bronzemedaile qualifiziert man sich für einen Freikampf. Dazu geht’s wieder ins Golden Qr., genauer ins Arcade.

7) Ab in den dritten Stock, der vorher noch „Off Limits“ war. Hier wirst du von einem Herrn in weiss empfangen, der dich fragt, ob du zuschauen oder teilnehmen willst. Da du keine Idee hast um was es geht willst du natürlich teilnehmen. Dazu braucht man 20 HK$.

8) Hier tritt man nun zum Kampf an. Mit der Technik „Iron Palm“ (gelernt von Jianmin) führt man zwar keinen spektakulären Kampf, aber wenn man stets auf der Hut vor den Angriffskombos ist (Y-Taste) kommt man leicht ans Ziel.

9) Du kannst so oft antreten wie du willst, bis du den Kampf einmal gewonnen hast (kostet jedesmal 20 HK$). Sobald du den Gegner besiegt hast kannst du gegen einen weiteren Gegner antreten.

10) Der nächste Kampf ist ein wenig heikel, da immer wieder ein fieses QTE eingestreut wird (X+B/Y+A). Bei Erfolg wird eine Kombo abgewehrt, ansonsten muss heftig eingesteckt werden. Bleibt man auf Distanz und benutzt Iron Palm und die einfachen Schlag- und Trittkombos kommt gut durch, allerdings sollte der Controller schnell auf einen Tisch gelegt werden können, damit das QTE auch leicht von der Hand geht.

11) Nach dem Sieg bekommst du die Silbermedaille. Gehe nun zum Tomatoe Shop und spreche Izumi auf ihr Versprechen an (X-Taste). Sie nimmt dich mit ins Wise Men’s Qr., um dir dort das Entenrennen zu zeigen. Es wäre nicht Hongkong, wenn man hier nicht auch Geld verzocken könnte 😉

12) Setze immer den Minimaleinsatz bis du einmal gewinnst. Am besten eine Farbe rauspicken und dabei bleiben (ich setze immer auf Schwarz).

13) Nach dem ersten Sieg solltest du dein Tagesgeschäft fortsetzen und auf den nächsten Service in der Bücherei des Man Mo Tempels warten.

14) Nach der Schlepperei sollte man sich den Baum vor der Bibliothek etwas genauer anschauen. Mit der X-Taste kann man wie gewohnt weitere Blätter fangen. Jetzt gilt es 2 mal hintereinander mindesten zwei Blätter auf einen Streich zu fangen. Bei Erfolg hört man ein Entenquaken und es fällt eine weiße Feder zu Boden. Diese Feder muss gefangen werden. Solltest du die Feder verpassen, müssen wieder mindestens 2 Blätter auf einmal gefangen werden, damit eine weitere Feder fällt.

15) Hast du die Feder in den Fingern flucht Ryo etwas vor sich hin und entdeckt eine Ente im Baum. Wähle die Option „Catch“ und schnapp dir das Vieh (nette Slapstick-Einlage).

16) Gehe nun wieder zu Izumi in den Tomatoe Shop und spreche sie auf’s Entenrennen an. Ab jetzt kannst du die eigene Ente ins Rennen schicken und musst selber steuern. Stelle sicher, dass du ca. 1000 HK$ in der Tasche hast! Jedes Rennen kostet dich 50 HK$ und deine Ente muss durch die Rennerei trainieren, um irgendwann auch gewinnen zu können (ca. 20 Rennen). Hast du dann endlich gewonnen gibt es die Goldmedaille.

17) Anschließend kann man zwar noch weiterrennen, aber gegen die neuen Gegner hat man einfach keine Chance mehr. Es kann aber weiterhin jederzeit gewettet werden.

Die Medaillen haben im Laufe von Shenmue 2 übrigens keinen näheren Sinn, aber wer weiß was da für den dritten Teil noch vorgesehen war.


Jan. 31

Kölner Haie – Das alte Problem „Stimmung“


Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!

Eigentlich steht es mir als „Auswärtiger“ gar nicht zu, irgendetwas zu kritisieren, was von Fanclubs oder dem großen Fanprojekt alles unternommen wird, um etwas Stimmung in die eigene Halle zu bringen. Auf der anderen Seite bin ich jetzt seit fast 20 Jahren bei jeder Gelegenheit, die mich in die Nähe von Köln treibt, auch bei einem Spiel der Haie und da darf man sich meiner Meinung nach zumindest einmal Luft machen.


Kleine Choreographie vor dem Spiel

Es ist ja nix Neues: Die Halle mit einem Fassungsvermögen von 18500 Zuschauern bebt nur, wenn das Spiel eng ist, die Haie gut spielen oder gerade ein Feuerwerk auf’s gegnerische Tor abbrennt. Läuft es mal nicht so gut oder sind die Haie einfach den berühmten Schritt zu langsam, kehrt auf kurz oder lang erschreckende Ruhe auf den Rängen ein. Die Nordkurve, besetzt durch die Fans von Kölsch Kaos und Inferno della Nord, bildet zwar immer die Ausnahme, aber der Funke springt nur für kurze Momente auf die gesamte Halle über. Ich selber versuche immer Tickets für diese Nordplätze zu bekommen, aber beim vergangenen Derby war da nichts mehr zu machen, was mich dann seit Urzeiten in die traditionell ruhigere Südkurve verschlagen hat. Lobenswerterweise haben die Jungs und Mädels von Commando Colonia zumindest versucht, die Leute anzuheizen, was sich aber auf lange Sicht auf ca. 20 Mann beschränkte. Woran lag’s?

Zum einen wurde beim Einlass zum Stehplatz ein Flugblatt verteilt, worauf erklärt wurde, dass man etwas Stimmung machen will. Super Sache, aber mit so einer Memo ist es gerade bei Fans, die nur gelegentlich in der Halle sind, nicht getan. Wer kennt denn schon die Texte der langen Fangesänge, die dann teils angestimmt werden? Richtig, die Mitglieder der Fanclubs! Unser einer ist ja schon froh, wenn er die Melodie und den Rhythmus der „Exoten“ erkennt 😉 Wenn dann der Capo mit dem Megaphon in der Hand schon nach 5 Minuten die Augen verdreht und sichtlich genervt einzelne Personen animieren will, kann das schon nichts mehr werden.


Stimmt das Ergebnis passt auch die Stimmung

Meine Vorschläge

  • Verteilt „Liederbücher“ oder sorgt im Vorfeld dafür, dass man sich die Gesänge irgendwo aus dem Netz besorgen kann, wo es auch gefunden wird. Das Haie Fanprojekt scheint mir da ein geeigneter Ort zu sein, auch wenn man dort scheinbar nur zutritt erhält, wenn man Mitglied des Vereins ist (schaltet mich endlich für’s Forum frei!).
  • Wenn schon ein Fanclub die Verantwortung übernimmt, muss dieser auch in großer Zahl anwesend sein. Wenn 50 oder mehr eingeschworen sind und geschlossen agieren, bekommen vielleicht ein paar andere auch die Texte mit und können mitsingen. Um einen Funken zu erzeugen muss man Energie aufbringen.
  • Nutzt den Haie Newsletter, um möglichst viele Fans anzusprechen. Facebook ist nicht jedermanns Sache und eine Email an den eigenen (kleinen) Fanclub reicht nicht, um auch andere mitzureissen.
  • Besorgt euch bessere Megaphone 😉 Ich war vielleicht 8 Meter vom Capo weg und ich habe kein Wort verstanden.
  • Drängt Fans des Gegners an den Rand oder seit einfach früh genug da, damit dort keine Lücken entstehen! Freier Verkauf von Tickets ist ja schön und gut und ich bin froh darüber, dass Fans beider Teams friedlich nebeneinander stehen können, aber es kann doch nicht sein, dass unmittelbar vor dem Capo ein knappes Dutzend des „Gegners“ rumlungert.
  • So, das wär’s erstmal von meiner Seite. Ich hoffe ein paar Kölner Fans haben das gelesen und kommentieren bzw. machen andere Leute darauf aufmerksam.


    Lokalisiert von Hashi. Ein Mitglied der Mediengeneration.