Wie übersetzt man “Faithful to the Original”? Faithful bedeutet so viel wie loyal, genau, treu, getreu, sinngetreu
gewissenhaft, treu ergeben oder vertrauensvoll und es war das Erste, was mir während des Abspanns von Planet der Affen – Prevolution in den Sinn kam. Wir alle kennen das Bild des zusammenbrechenden Charlton Heston, der beim Anblick der zerstörten Freiheitsstatue die längst verschwundene Menschheit verflucht. Auch wenn die fünf Kinofilme einen Atomkrieg als Grund für die Ausrottung suggerieren, wird an keiner Stelle explizit erklärt, was denn nun wirklich passiert ist und wie dadurch die Affen auf die nächste Evolutionsstufe kamen. Prevolution wagt einen neuen, an unsere Zeit angepassten Ansatz und auch wenn man sich mit der Handlung von den Ereignissen der Teile 3-5 entfernt, bleibt der Film trotzdem immer plausibel und passt einfach in die gesamte Geschichte. Es ist kein Reboot, es ist kein Remake, es ist eine Prevolution.

Cesar nimmt die Evolution selbst in die Hand
Ohne großartig zu spoilern ist die Geschichte recht schnell erzählt. Der ehrgeizige Wissenschaftler Wil Rodman arbeitet unerbittlich an einem Mittel gegen Alzheimer, um in erster Linie seinem Vater eine Heilung von dieser schweren Krankheit in Aussicht zu stellen. Bei seiner Forschung experimentiert er mit Schimpansen und schafft bald seinen großen Durchbruch. Sein Medikament regt die Neubildung von Gehirnzellen an und ist somit intelligenzsteigernd. Um das jüngste Tier, ein Neugeborenes eines Versuchstiers, vor der Einschläferung zu retten, nimmt er es kurzentschlossen mit nach Hause, tauft es “Cesar” und sorgt ab sofort für ihn. Irgendwann ist aber auch die schönste Idylle vorrüber und Cesar wird in ein Schimpansengehege abgegeben, wo er lernt, dass man den Menschen nicht trauen kann und das seine Artgenossen auch außerhalb von Labors nicht gut behandelt werden. Er bricht aus, entwendet das mittlerweile weiterentwickelte Medikament und schart die erste Generation intelligenter Affen um sich, um der Menschheit zu entfliehen und in Frieden und Freiheit leben zu können.
Der Film strotzt nur so vor Anspielungen und Querverweisen. So ist Cesar beispielsweise der Name des Schimpansen, der als Sohn der getöteten zeitreisenden Affen Cornelius und Zira und einziger intelligente Affe auf der Erde, die Revolution gegen die Menschheit anführt. Ganz nebenbei startet eine Marsexpedition, die plötzlich im All verschwindet, wodurch die 2000 Jahre später widerkehrenden Astronauten erklärt werden. Der Orang-Utan, der Cesars erster Freund im Gehege wird, ist nach dem Schauspieler Maurice Evans benannt, der im Original den manipulativen Dr. Zaius spielt. Jeder mehr oder weniger Fan der Filme wird viel Spaß am Entdecken dieser kleiner Details haben.
Tricktechnisch mischt Planet der Affen – Prevolution ebenfalls weit oben mit. Der Gollum- und King Kong erfahrene Andy Serkis, mimt auch hier die Vorlage für den “nicht ganz menschlichen” Charakter Cesar. Die Darstellung der Affen ist derartig gut gelungen, dass man oft nicht erkennt, ob es sich um echte Affen oder um CGI-Primaten handelt. Die überraschend gute Erzählweise, die vielen kleinen Details und die Spannung auf das “was ist denn nun wirklich passiert” macht aus diesem Planet der Affen ein Kinoerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Warum nur hat man sich nicht schon früher für diese Herangehensweise entschieden? Warum nur mussten wir das leidige Remake mit Mark Wahlberg ertragen? Egal, denn mit Prevolution ist alles wieder gut und das sogar “faithful to the Original”!
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Auf Alien loves Predator habe ich heute eine zeichnerisch vielleicht nicht ganz so ansprechende, inhaltlich aber nahezu geniale Zeichnung gefunden. Der Künstler ist offensichtlich ein großer Fan von Film-Produktionen, die in NY spielen. Auf dem ersten Blick habe ich einiges wiedererkannt, bin aber gespannt, was wir gemeinsam zusammenbekommen. Jeder sinnvolle Kommentar wird in diesen Beitrag editiert
Viel Spaß!
Ein Klick auf’s Bild öffnet das große Original mit Filmnummerierung! BTW: Es sind 91 Titel
Ich beginne mal mit ein paar offensichtlichen Titeln:
1) Ghostbusters
10) Hair
25) Citizen Kane
43) Breakfast at Tiffanies
45) Das verflixte siebte Jahr
62) Das Fenster zum Hof
85) Splash
kardelen fand:
2) Nachts im Museum
13) Madagascar
21) Big
23) Spiderman I
29) Nicht auflegen
32) Tootsie
38) Mr. and Mrs. Smith
50) King Kong
51) Schlaflos in Seattle
65) I am Legend
71) Ghost – Nachricht von Sam
72) Harry und Sally
75) Gangs of New York
76) Spiderman II
79) Crocodile Dundee
81) MIB
83) X-Men
91) Fantastic Four
88) Godzilla
Elmo0o fand:
14) Eiskalte Engel
16) Sex & the City
18) Die Reifeprüfung (spontane Anm.: Ich glaube eher, dass das “Der Stadtneurotiker” ist)
59) American Psycho ???
In dieser Nacht wurden die Oscars verteilt und seit langem gab es mal keinen Abräumerfilm, der die Masse der Trophäen einheimsen konnte. Die Auszeichnung für die beste männliche Hauptrolle an Collin Firth (“The King’s Speech”) und die für die beste weibliche Hauptrolle an Natalie Portman (“Black Swan”). “Leider” ging der Oscar für den besten Film wenig überraschend an “The King’s Speech”, was Inception um den wichtigsten Award innerhalb der eigenen Nominierungen brachte. Aus meiner Sicht etwas überraschend wurde Hans Zimmer auch nicht für seinen Inception-Soundtrack ausgezeichnet und musste hinter Trent Reznor and Atticus Ross für die Musik zu “The Social Network” zurückstecken.
Aber Inception wurde dennoch von der Jury als bild- und tongewaltiges Werk gewürdigt. Die vier verliehenen Oscars gingen an Wally Pfister für die beste Kamera, Richard King für den besten Tonschnitt, Lora Hirschberg, Gary A. Rizzo and Ed Novick für den besten Ton und Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley and Peter Bebb für die besten visuellen Effekte. Damit lag ich mit meiner Prognose nach den Nominierungen etwas daneben, nachdem Drehbuch und Filmmusik leer ausgingen.
Bei meinem täglichen Streifzug durch Blogs, Foren und Newsletter habe ich die bedauernswerte Meldung gefunden, dass der Komponist John Barry am 30.01.2011 verstoben ist. Seine letzte Filmmusik komponierte er im Jahr 2001 für den Film Enigma (mit Kate Winslet). Auch wenn sein Name nicht zu den bekanntesten gehört, hat jeder Filmfan mit hundertprozentiger Sicherheit mindestens einen Film mit seiner Musik gesehen und seine Untermalung sehr gut gefunden. Er wurde fünf mal mit dem Oscar ausgezeichnet und zwei weitere Male nominiert:
- “Born Free” aus Frei geboren – Die Königin der Wildnis (1967/Bester Song)
- Frei geboren – Die Königin der Wildnis (1967/Beste Filmmusik)
- Der Löwe im Winter (1969/Beste Filmmusik (kein Musical))
- Maria Stuart, Königin von Schottland (1972 Nominierung für die beste Filmmusik)
- Jenseits von Afrika (1986/Beste Filmmusik)
- Der mit dem Wolf tanzt (1991/Beste Filmmusik)
- Chaplin (1993/Nominierung für die beste Filmmusik)
Falls es noch immer nicht geklingelt hat, dürften das folgende Bild und die nächste Liste das Aha-Erlebnis bringen.
Jeder kennt James Bond, jeder kennt das James Bond Theme und jeder kann das eine mit dem anderen verbinden. Von allen Auszeichnungen und Nominierungen abgesehen, dürfte Barry für die 007-Filmmusik am bekanntesten sein. Bereits am Erstling “James Bond jagt Dr. No” war er beteiligt und auch wenn Monty Newman Synonym für das James Bond Theme ist, war es John Barry, der den Score zu dem machte, was wir bis heute kennen. Insgesamt hat er an 11 Bondstreifen mitgewirkt:
- James Bond jagt Dr. No
- Liebesgrüße aus Moskau (Golden Globe Nominierung für den besten Song)
- Goldfinger
- Feuerball
- Man lebt nur zweimal
- Im Geheimdienst Ihrer Majestät
- Diamantenfieber
- Der Mann mit dem goldenen Colt
- Moonraker
- Octopussy
- Im Angesicht des Todes (Golden Globe Nominierung für beste Filmmusik & für den besten Song)
- Der Hauch des Todes
John Barry “live” mit Goldfinger und dem James Bond Theme – Gänsehaut!
Ganz großes Kino! So ganz nebenbei hat John Barry übrigens auch die Titelmelodie der Kultserie “Die Zwei” mit Tony Curtis und Roger Moore geschrieben.
Mit Tron verbindet mich seit jeher eine gewisse Hassliebe. Ich habe die Geschichte erstmals als Film-Hörspiel gehört und war von den Bildern in meinem Kopf, die noch nicht vom Film beeinflusst waren, vollkommen fasziniert. Als ich dann den Film das erste mal sah, war ich enttäuscht. Egal wie bahnbrechend die Effekte waren, es war eben nicht das, was sich in meinem Kopfkino abgespielt hat. Mit zunehmenden Alter habe ich Tron aber zu schätzen gelernt und konnte dem Film seinen Kultstatus zusprechen, aber all der Kult kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tron neben der grandiosen Optik ein relativ langweiliger Film ist. Für die Fortsetzung hat es dann auch 29 Jahre gebraucht.

Der Soundtrack von Daft Punkt ist der Hammer!
Gestern haben wir uns also “den 3D Film des Jahres” angeschaut. Tron Legacy setzt den gefloppten Klassiker “Tron” von 1982 konsequent fort. Flynn, Kopf des weltweit führenden Computerkonzerns, verschwindet Ende der 80er Jahre spurlos. Sein Sohn erhält 2011 eine mysteriöse Nachricht, die ihn in die digitale Welt von C.L.U., T.R.O.N. und dem Raster lockt. Aber irgendwas scheint in dieser Welt geschehen zu sein, denn die in blau und rot getauchte Welt ist so ganz anders, wie es Flynn senior seinem Filius stets geschildert hat.
Soviel zur Rahmenstory von Tron Legacy. Da ich in den vergangenen Jahren von Kinohypes immer wieder enttäuscht wurde, habe ich diesmal meine Erwartungshaltung massiv zurückgeschraubt und nach dem Abspann lautete mein Fazit dann auch “besser als befürchtet”. Woran hing es also? Tron Legacy macht genau den gleichen Fehler, den sein Vorgänger gemacht hat. Die Geschichte ist dünn(er), die Action ist stylisch, aber undynamisch und die Kulisse ist so elegant wie unspektakulär. Es ist beispielsweise bemerkenswert, dass die Lightbike-Rennen im Original wesentlich zackiger und spannender inszeniert waren. Auch der 3D-Effekt, der mich generell nach wie vor kalt lässt, war nicht wirklich der Rede wert. Echte “Breathtaker” gab es nicht und der Kniff lediglich die digitale Welt dreidimensional erscheinen zu lassen, war ziemlich überflüssig. Doch dann ist da die allgegenwärtige Musik von Daft Punk! Seit Inception hat mich kein Soundtrack so dermaßen gepackt wie diese Mischung aus digitalen und orchestralen Tönen. Durch Daft Punkt erhält Tron Legacy seine Seele, wird trotz der Schwächen nie wirklich langweilig und erzeugt damit ein echtes Audiovisuelles Erlebnis.
Alles in allem bekommt man mit Tron Legacy eigentlich alles, was die Marke verspricht. Elegante und durchgestylte Optik, konsequente Weiterentwicklung bekannter Elemente, ein paar Zitate und andere Hommagen für die alten Fans und wenig Geschichte. Mein Tipp: Pfeifft auf 3D und sucht euch ein Kino mit einer guten Soundanlage. Der Soundtrack, der so ganz nebenbei stark an den von Mass Effect 2 oder Blade Runner erinnert, wird euch aus den Socken hauen!








