Im Sommer 2011 war der Altmeister der japanischen Spielmusik Nobuo Uematsu höchstpersönlich in Köln, um am Konzert zu seinen Ehren teilzunehmen. Die Symphonic Odysseys, gespielt vom WDR Rundfunkorchester, umfassen Musik von Final Fantasy 1-10, Blue Dragon, Lost Odyssey und noch einigen anderen Spielen. Bisher konnte man sich hierzulande nur mit den Youtube-Mitschnitten trösten, die dieses grandiose Konzert dokumentieren, da man es nicht für nötig hielt diesen Abend auf CD zu bannen. Lediglich in Japan kam ein entsprechender Silberling auf den Markt.
Nun hat aber der WDR eingesehen, dass man Symphonic Odysseys zumindest im eigenen Shop anbieten kann. Der vergleichsweise hohe Preis von 30,99 € resultiert wohl aus dem Umstand, dass diese CD importiert werden muss, da sie nach wie vor nicht außerhalb Japans produziert wird. Auch auf Amazon findet man das Werk lediglich bei einzelnen Importhändlern zu wesentlich höheren Preisen. Wer also die Nase voll hat immer wieder Youtube aufzurufen oder sich umständlich die Musik auf die Festplatte zu rippen (böse, böse, illegal!), kann jetzt mit gutem Gewissen beim WDR bestellen… und für diese Empfehlung bekomme ich keinen Cent
Ist eine Unterhaltungssoftware, die für eine Konsole oder einen Handheld erstellt wurde, automatisch ein Spiel? Wie viel “Graphic Novel” darf ein Spiel beinhalten, ohne selbst zu einer zu werden? Warum stellt man sich überhaupt solche Fragen, wenn das Endresultat stimmt? Diese drei Fragen habe ich mir nach dem Spielen von The Last Window – Das Geheimnis von Cape West gestellt und ich habe nicht eine gute Antwort gefunden.
The Last Window ist der Nachfolger des Überraschungserfolgs Hotel Dusk: Room 215 aus dem Jahr 2007 und spielt ungefähr ein Jahr nach diesen Ereignissen. Kyle Hyde, noch immer der Schnüffler einer privaten Agentur, deren Dienstleistung darin besteht Verschwundenes wieder her zu beschaffen, hängt in den Seilen. Er lässt seinen Job schleifen, ist unmotiviert und wird vom Weihnachtsblues heimgesucht. Als er zu seiner Überraschung gefeuert wird und zu allem Überfluss sein Wohnhaus in Kürze abgerissen wird, sinkt seine Laune auf einen noch nie dagewesenen Tiefpunkt: Keine Kohle, um die Mietrückstände zu zahlen, keine Lust auf Wohnungssuche und lauter Nachbarn, die ihn mit der Nase darauf stoßen, dass er sich doch schon längst um alles hätte kümmern können. Mitten in diesen Tiefpunkt flattert plötzlich ein geheimnisvoller Auftrag ein, dessen Lösung unter anderem ein Geheimnis aus Kyles Vergangenheit aufdecken soll. Es ist nur seltsam, dass niemand außer sein ehemaliger Chef von Kyles Detektivarbeiten weiß. Trotz des Verbots des ehemaligen Arbeitgebers irgendwelche Aufträge anzunehmen steigt Kyle in die Sache ein.
Komm, nimm meine Hand
Das Spiel ist streng linear und läuft in einem straffen Korsett ab. Man erhält kleine Aufgaben, die man zu lösen hat, bevor man einen Raum verlassen kann und die nächste Situation getriggert wird. Neben kleinen Suchaufgaben und einfachen Rätseln ist man die meiste Zeit damit beschäftigt Gesprächen und inneren Monologen zu folgen. Dabei verzichtet Last Window vollständig auf Sprachausgabe und greift auf vollständig eingedeutschte Texttafeln zurück. Das stört in sofern nicht weiter, weil man eine Dauerberieselung von stimmungsvoller Jazzmusik erhält. Man stellt vorbereitete Fragen, schweigt an den psychologisch richtigen Stellen und folgt dem Plott, der in 10 Kapiteln erzählt wird. So unspektakulär das Gameplay klingt, ist es auch. Erstaunlicherweise ist es dabei aber nie wirklich langweilig, denn so vorhersehbar einige Wendungen auch sind, so unterhaltsam werden sie präsentiert. Gerade die Charaktere verhalten sich fast so wie in einem Agatha Christie Krimi: Jeder hat ein eigenes Geheimnis, jeder wirkt auf seine Weise verdächtig und wirklich unschuldig ist niemand. Im Großen und Ganzen folgt man eher einem interaktiven Roman, als das man ein Spiel spielt.
Last Window eignet sich hervorragend für kurze Runden vor dem Einschlafen oder für zwischendurch in der Mittagspause oder während der morgentlichen Busfahrt. Man schlägt den DS auf, spielt ein paar Seiten und schließt es jederzeit wieder. Auch wenn es für ein paar Gags und Anspielung hilfreich ist den Vorgänger gespielt zu haben, ist es nicht zwingend notwendig. Die notwendigen Storyelemente werden geschickt zusammengefasst und eingestreut. Spieler mit einer Affinität zu Graphic Novells können hier genauso bedenkenlos zugreifen, wie Freunde von Point&Click Adventures und interaktive Geschichten. Spieler, denen Geschichten egal sind und Action über alles stellen, müssen hier nicht nur einen Bogen schlagen, sie sollten dieses Spiel vollkommen aus dem Gedächnis streichen.
Heute musst ich auch mal über mich selber lachen. Da schreibe ich am Wochenende noch, dass ich seit Yakuza 4 kein Spiel mehr vorbestellt habe und nur wenige Tage später habe ich derer gleich zwei auf meiner kommenden Kreditkartenabrechnung.
Als im vergangenen Jahr Yakuza: Off The End angekündigt wurde, wollte ich von dem Spiel eigentlich nichts wissen. Kazuma auf Zombiejagd? Nee, danke! Nachdem ich aber nur gute Kritiken gelesen habe und ich auch die japanische Demo gespielt habe, war ich dann doch interessiert. Irgendwie ist trotz des abgedrehten Zombie-Tokio Szenario das typische Yakuza-Feeling da. Die spielbaren Charaktere scheinen sich treu zu bleiben, aber kümmern sich ausnahmsweise mal nicht um Ehre, Geld oder Macht. Ende März schlägt das Spiel unter dem Namen Yakuza: Dead Souls dankenswerterweise uncut in Europa auf und ich freue mich auf neues Futter aus Kamarucho. Ich bin schon gespannt auf kämpfende Hostessen, Zombieangeln und den gesamten Plott, den Sega gesponnen hat. Vor allem freue ich mich auf das Wiedersehen mit Akiyama, meinem Lieblingscharakter aus Teil 4. Ich hoffe nur, dass die Serie Yakuza mit “Dead Souls” nicht zu Grabe getragen wird.
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Am 08.03.2012 ist es endlich soweit. Commander Shepard bestreitet ihr letztes Abenteuer, womit die Mass Effect Trilogie abgeschlossen wird. Ja, Commander Shepard ist bei mir seit Beginn der Saga ein sexy Redhead mit einem Herz für Asari, einem speziellen Sinn für Gerechtigkeit und einer ganz eigenen “Attitude”. Mass Effect 3 ist seit Yakuza 4 das erste Spiel, das ich mir einfach vorbestellen musste, um zum Release in die letzte Schlacht ziehen zu können. Ich pfeife auf den Multiplayer, mir sind die Vorschusslorbeeren total egal, ich will einfach noch einmal in diese grandiose Atmosphäre eintauchen und erleben, wie meine Heldin das Universum rettet. Ich frage mich allerdings zu welchem Preis ich mir das vollständige Ergebnis erkaufen muss.
Ist man mit der Grundausstattung zufrieden, die EA für eine Minimalausgabe von ca. 60 Euro rausrücken will, kann man natürlich sofort loslegen und die Geschichte ausgiebig spielen und bis zu einem der vielen Enden bringen. Gibt man allerdings 30 Euro mehr aus, erhält man die sogenannte N7 Collector’s Edition. Dafür erhält man in erster Linie eine weitere Mission inklusive eines zusätzlichen Teamcharakters, die der Standardkäufer höchstwahrscheinlich früher oder später als DLC nachkaufen kann. Das ist eigentlich schon gierig, da dieser Bonuscharakter bei Mass Effect 2 auch der Normalversion beilag und nur Gebrauchtkäufer ausgeklammert wurden. Die weiteren zusätzlichen Inhalte bieten Boni wie ein erweitertes Waffenarsenal, ein paar neue Shepard-Outfits und einen Normandy “Robotic Dog”-Begleiter, der zweifellos von Fable 2 inspiriert wurde. Der Rest der Goodies beinhaltet keine Spielinhalte und richtet sich eindeutig an Sammelwütige und Social Media Fans. Ein Soundtrack, ein paar digitale Gegenstände zum Ausstaffieren des eigenen Avatars oder Forumpräsenzen, ein N7-Aufnäher, ein Art-Book, ein (pseudo) limitiertes Mass Effect Comic und eine kleine Lithographie. Abgerundet wird diese Sammlerausgabe mit der meiner Meinung nach absolut überflüssigen Steelbook-Verpackung. Soweit so normal, da Collector’s Editions immer teurer sind und ein paar Goodies als Kaufargument enthalten sein müssen. Bedenklich finde ich es allerdings, dass man auch diverse Merchandise-Artikel kaufen “muss”, um weitere Inhalte zu bekommen. So gibt es in Kürze ein ME3-Artbook, das für Vorbesteller als Bonus eine weitere mächtige Waffe als Code enthält – macht noch mal 20 Euro. Dann wären da noch die offiziellen Actionfiguren, die mit jeweils 17 Euro bis 20 Euro zu Buche schlagen. Es gibt 16 Figuren, die alle nach dem Zufallsprinzip weitere Codes enthalten, für die man Multiplayer-Boni erhält. Ist man also auch an den Multiplayermissionen interessiert – und laut Bioware kommt man für ein erfolgreiches Spiel nicht dran vorbei – und will man “up to date” sein, kann man hier weitere Euronen investieren. Für alle Figuren wären dann weitere 300 Euro fällig.
Zugegeben, man kann die Summe von 410 Euro nicht auf die Kosten für ein vollständiges Spiel reduzieren, aber es ist schon der Hammer wie dem Fan das Geld aus der Tasche gezogen wird. Warum geht das Marketing diesen Weg? Neue Absatzmärkte! Es ist kein Geheimnis, dass nicht alle Spieler DLCs kaufen wollen. Gerade für den Sammler hat alles ohne Verpackung eben keinen Wert, aber hält man etwas in der Hand, wird ein beiligender Code als Bonus und nicht als Kaufgrund wahrgenommen. Da wird eine erfolgreiche Serie schnell mal zur eierlegenden Wollmilchsau, mit der man im George Lucas Stil ein Maximum an Merchandise raushaut und Geld reinholt. Macht das Schule werden Sammler bald über zusammenbrechende Regale und die einfachen Spieler über noch gröber zerstückelte Spiele klagen. Über eines muss man sich als Gamer allerdings im Klaren sein: Ob man bis zum Streetday 60, 90 oder 400 Euro ausgibt ist vollkommen egal, denn niemand von uns wird an diesem Tag ein vollständiges Spiel in der Hand halten. Oder glaubt hier tatsächlich irgendjemand, dass Mass Effect 3 vollkommen ohne kostenpflichtige Bonusmissionen auskommen wird, die in den kommenden Monaten mehr oder weniger lieblos nachgeschoben werden und für 5 bis 10 Euro pro Spielabschnitt gekauft werden müssen? Manchmal glaube ich wirklich, dass zumindest die Spielewelt ohne Internet besser war.
In Shenmue 2 gibt es einen schönen Sidequest, der die ansonsten ernste Story mit etwas Humor auflockert und nebenbei ein paar kleine versteckte Features freilegt, die beim normalen Durchspielen leicht übersehen werden. Da diese Sidequest auch in der Dreamcastversion vorhanden ist stehen Discnummern dabei, um kritische momente zeitlich besser einordnen zu können. Diese sind für die XBox-Version natürlich zu ignorieren
Diese Sidequests finden ausschließlich auf Disc 2 statt (zwischen dem ersten Buchtragen im Man Mo Tempel und den Chawan-Zeichen)! Diese ist die zeitl. Richtlinie – es kann auch später begonnen werden, doch ist die Story auf Disc 2 später so hektisch, dass man leicht in die dritte Disc reinrutscht und die Chance vertan hat.
1) Gehe in den Pigeon Park (Worker’s Pier/großer Brunnen)
2) Suche nach einem rothaarigen Mädel, die mit Martial Arts Übungen beschäftigt ist.
3) Stelle dich neben sie und warte, bis sie ein Gespräch anfängt und quatsche ein wenig mit ihr.
4) Gehe nun zum Tomato Shop im Golden Qr. und spreche mit dem Mädel hinter der Ladentheke.
5) Nun geht’s ins Green Market Qr., am besten direkt über den Zugang im Golden Qr. (oberster Rand treppab). Gegenüber dem Come Over Guesthouse ist ein Pawnshop mit einem schmalen Durchgang auf der linken Seite. Geht man durch diesen Gang läuft man auf einen hellgekachelten Bereich zu. Hier gibt es ein Türloch ohne Tür, dass auf den anderen Discs mit Brettern vernagelt ist. Hier geht man rein und nimmt alles mit, was auf dem Tisch liegt (3 Schachteln mit Capsule Toys und die Bronzemedaile)
6) Mit der Bronzemedaile qualifiziert man sich für einen Freikampf. Dazu geht’s wieder ins Golden Qr., genauer ins Arcade.
7) Ab in den dritten Stock, der vorher noch “Off Limits” war. Hier wirst du von einem Herrn in weiss empfangen, der dich fragt, ob du zuschauen oder teilnehmen willst. Da du keine Idee hast um was es geht willst du natürlich teilnehmen. Dazu braucht man 20 HK$.
Hier tritt man nun zum Kampf an. Mit der Technik “Iron Palm” (gelernt von Jianmin) führt man zwar keinen spektakulären Kampf, aber wenn man stets auf der Hut vor den Angriffskombos ist (Y-Taste) kommt man leicht ans Ziel.
9) Du kannst so oft antreten wie du willst, bis du den Kampf einmal gewonnen hast (kostet jedesmal 20 HK$). Sobald du den Gegner besiegt hast kannst du gegen einen weiteren Gegner antreten.
10) Der nächste Kampf ist ein wenig heikel, da immer wieder ein fieses QTE eingestreut wird (X+B/Y+A). Bei Erfolg wird eine Kombo abgewehrt, ansonsten muss heftig eingesteckt werden. Bleibt man auf Distanz und benutzt Iron Palm und die einfachen Schlag- und Trittkombos kommt gut durch, allerdings sollte der Controller schnell auf einen Tisch gelegt werden können, damit das QTE auch leicht von der Hand geht.
11) Nach dem Sieg bekommst du die Silbermedaille. Gehe nun zum Tomatoe Shop und spreche Izumi auf ihr Versprechen an (X-Taste). Sie nimmt dich mit ins Wise Men’s Qr., um dir dort das Entenrennen zu zeigen. Es wäre nicht Hongkong, wenn man hier nicht auch Geld verzocken könnte ![]()
12) Setze immer den Minimaleinsatz bis du einmal gewinnst. Am besten eine Farbe rauspicken und dabei bleiben (ich setze immer auf Schwarz).
13) Nach dem ersten Sieg solltest du dein Tagesgeschäft fortsetzen und auf den nächsten Service in der Bücherei des Man Mo Tempels warten.

Meditation beim Blätter fangen im Man Mo Tempel
14) Nach der Schlepperei sollte man sich den Baum vor der Bibliothek etwas genauer anschauen. Mit der X-Taste kann man wie gewohnt weitere Blätter fangen. Jetzt gilt es 2 mal hintereinander mindesten zwei Blätter auf einen Streich zu fangen. Bei Erfolg hört man ein Entenquaken und es fällt eine weiße Feder zu Boden. Diese Feder muss gefangen werden. Solltest du die Feder verpassen, müssen wieder mindestens 2 Blätter auf einmal gefangen werden, damit eine weitere Feder fällt.
15) Hast du die Feder in den Fingern flucht Ryo etwas vor sich hin und entdeckt eine Ente im Baum. Wähle die Option “Catch” und schnapp dir das Vieh (nette Slapstick-Einlage).
16) Gehe nun wieder zu Izumi in den Tomatoe Shop und spreche sie auf’s Entenrennen an. Ab jetzt kannst du die eigene Ente ins Rennen schicken und musst selber steuern. Stelle sicher, dass du ca. 1000 HK$ in der Tasche hast! Jedes Rennen kostet dich 50 HK$ und deine Ente muss durch die Rennerei trainieren, um irgendwann auch gewinnen zu können (ca. 20 Rennen). Hast du dann endlich gewonnen gibt es die Goldmedaille.
17) Anschließend kann man zwar noch weiterrennen, aber gegen die neuen Gegner hat man einfach keine Chance mehr. Es kann aber weiterhin jederzeit gewettet werden.
Die Medaillen haben im Laufe von Shenmue 2 übrigens keinen näheren Sinn, aber wer weiß was da für den dritten Teil noch vorgesehen war.









