Ab morgen gibt es hier eine neue, tägliche Serie, die dem Verfasser viel mehr Spaß machen dürfte, als es für irgendeinen Leser sinnvoll wäre 😉 Gemeinsam mit justcarmen.de wird hier an jedem Tag im April ein Film oder eine Serie genannt, die zum jeweiligen Tagesthema passt. Dazu gehören Werke, die man besonders liebt oder hasst, die an eine Erinnerung oder an einen Ort geknüpft ist, oder einfach mit dem Lieblingsschauspieler besetzt ist. Bist du (Home)-Cinema-Nerd und du weißt es? Mach in den Kommentaren hier oder auf an der Pinnwand bei Facebook mit und teile mit uns den jeweiligen persönlichen Tagesfavoriten. Und ja, diese Challenge wurde hemmungslos von der Daily Music Challenge abgekupfert.
April Fool’s Daily Movie Challenge
Tag 1 – Lieblingsfilm (kürzlich neu gesehen)
Tag 2 – Lieblingsserie in diesem Moment
Tag 3 – Größter Hassfilm / größte Hass-Serie
Tag 4 – Film/Serie, die dich glücklich macht
Tag 5 – Film/Serie, die dich traurig macht
Tag 6 – Film/Serie, die dich an jemanden erinnert
Tag 7 – Film, der dich an einem Ort erinnert
Tag 8 – Film/Serie, die dich etwas hat machen lassen
Tag 9 – Film, den du auswendig kannst
Tag 10 – Film, aus dem du die Tanzschritte kannst
Tag 11 – Film, von deinem Lieblingsregiesseur
Tag 12 – Film, von einem Regiesseur/Schauspieler, den du hasst
Tag 13 – Film/Serie, die dir peinlich ist
Tag 14 – Film/Serie, wo niemand mit rechnet
Tag 15 – Film/Serie, die dich beschreibt
Tag 16 – Film/Serie, die du oft im Fernsehen siehst
Tag 17 – Film/Serie, die öfter im Fernsehen kommen könnte
Tag 18 – Film/Serie, von deinem Lieblingsschauspieler/in
Tag 19 – Film/Serie, die du schaust, wenn du aggresiv drauf bist
Tag 20 – Film/Serie, die du schaust, wenn du gut drauf bist
Tag 21 – Film/Serie, die du schaust, wenn du traurig bist
Tag 22 – Film/serie, die zu deiner Hochzeit passen könnte
Tag 23 – Film/Serie, die zu deiner Beerdigung passen könnte
Tag 24 – Film/Serie, die dich zum Lachen bringt
Tag 25 – Film/Serie, wo du gerne mitspielen würdest
Tag 26 – Film/Serie, bei der du auf KEINEN FALL mitspielen würdest
Tag 27 – Film, der dir ein schlechtes Gewissen macht
Tag 28 – Film aus deiner Kindheit
Tag 29 – Serie aus deiner Kindheit
Tag 30 – Lieblingsfilm/serie Ever!
Wie so viele Deutsche habe ich am vergangenen Sonntag mit halbwegs regen Interesse die Sendungen zu den Wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg verfolgt. Vom Wahlergebnis abgesehen finde ich es dabei immer hochinteressant, wie die jeweiligen Spitzenkandidaten ihr Ergebnis schön reden, sofern man in irgendeiner Form die 5% Hürde genommen hat. Dabei ist mir in einem Interview ein kleiner Satz unserer Bundeskanzlerin aufgefallen, der mich so beschäftigt hat, dass ich den Rest des Gesprächs nicht mehr wahrgenommen habe.
Trotz der prozentualen Verluste im Vergleich zur Landtagswahl 2006 haben wir einen Zuwachs von fast 200 000 (in Worten: zweihunderttausend) Stimmen.
Sinngemäße Widergabe aus dem Kopf ohne Anspruch auf wortwörtlich korrektes Zitat.
Ist es nicht schön, wie die Tatsache, dass man in einer der sichersten CDU-Bastionen verloren hat, mit einem Plus von 200 000 Stimmen einfach mal „in die richtige Relation“ gebracht wird, um den korrekten Weg der Regierung zu untermauern? Jetzt hatte ich eigentlich vor per Dreisatz die Stimmen auf die Parteien zu verteilen, hatte aber gerade noch rechtzeitig die Idee mal Google zu strapazieren und die offiziellen Zahlen zu recherchieren. Diese kurze Recherche ergibt, dass Frau Dr. Merkel grundsätzlich nicht gelogen hat. Aber ein paar andere Fakten sollte man doch zusätzlich betrachten:
Fakt 1
2011 wurden 5 049 157 (in Worten: fünf Millionen neunundvierzig Tausend einhunderseibenundfünfzig) abgegeben. Das sind genau 1 036 716 (in Worten: mehr als eine Million) mehr, als noch 2006, was widerum ein Wählerzuwachs von +25,84% entspricht.
Fakt 2
Mal abgesehen von der FDP hat jede größere Partei einen absoluten Stimmenzuwachs erfahren.
CDU +193.638
SPD +155.652
FDP -159.474
Grüne +742.619
WASG/LINKE +17.853
Vergleichen wir also CDU, SPD, FDP und Die Grünen miteinander, sehen wir, dass die von Frau Dr. Merkel festgestellten 200 000 Stimmen mehr gar nicht so viel wert sind, insbesondere bei einem Verlust von fast 160 000 Stimmen beim Koalitionspartner FDP.
Fakt 3
…ist eigentlich eine Deutung meinerseits, aber drei Fakten sehen einfach besser aus 😉 Es wurden mehr als eine Million zusätzliche Wähler mobilisiert, denen die Politik bislang wohl relativ am Arsch vorbei ging. Wenn man bei einer Steigerung der Gesamtwähler um ein Viertel „nur“ ein Fünftel dieser neuen Wähler abschöpfen kann, muss man keinen Doktortitel der Mathematik führen, um zu erkennen, dass irgendeine andere Partei „etwas besser“ abgeschnitten hat. Minus 5,2 Prozent gegenüber einem Minus von 2,1% (SPD) und einem Plus von 12,5 % (Die Grünen) lassen sich dann doch nicht wegdiskutieren.
Also, Glückwunsch zu 200 000 Stimmen mehr, Frau Dr. Merkel – genützt hat es trotzdem nichts. Mathematik ist eben doch nicht Physik.
Quelle: wahlanalysen.wordpress.com
2006 erschien God of War für die PS2 in Deutschland. Die Fachpresse überschlug sich mit Lobhuddeleien und die allgemeine Öffentlichkeit geizte nicht mit Verbotsforderungen wegen des hohen Gewaltgrades, was in der Summe zu einem gewaltigen Hype um das Spiel führte. Auch ich konnte mich diesem Hype nicht entziehen und zog bald mit der Hauptfigur Kratos auf seinen Rachefeldzug gegen Ares, den griechischen Gott des Krieges. Das war dann der Tag, an dem ich gelernt habe, dass ein Hype nicht unbedingt für ein Spiel nach meinem Geschmack steht. Klar, God of War war für seine Zeit eine Grafikbombe und spielte sich hervorragend, hatte aber wegen seines geringen Umfangs, der mageren Geschichte und dem genretypischen Schnetzelgameplays nicht viel für den durchschnittlichen Spieler zu bieten, ganz zu Schweigen vom Zerpflücken der griechischen Mythologie, von der ich seit meiner Kindheit ein großer Fan bin.
Warum also die God of War Collection kaufen? Zum einen hat sie nur 12 Euro gekostet und zum anderen wollte ich einfach mal testen, ob ich das Spiel nach 5 Jahren anders wahrnehme. Auf der guten Seite gebe ich nach wie vor zu, dass man das Spiel locker flockig daddeln kann und mit einer tollen Inszenierung belohnt wird. Manche Schauplätze – vor allem im zweiten Teil – sind trotz der „nur“ aufpolierten PS2-Grafik atemberaubend und sollten von jedem Gamer mal gesehen werden. Auf der schlechten Seite sind Umfang und Geschichte noch immer mager und das Gameplay bietet viel zu wenig Abwechslung. Wenn ich ein komplettes Spiel auf normalen Schwierigkeitsgrad in 6 Stunden durchspiele, stimmt die Relation einfach nicht mehr. Die Action-Puristen werden jetzt wieder schreien, dass man lieber ein intensives, kurzes Spiel zockt, als sich ewig durch gestreckte Abschnitte kämpfen zu müssen. Warum aber fordert niemand ein intensives, langes Spiel? Ich habe beispielsweise noch nie gehört, dass man anstatt einer Der Herr der Ringe Trilogie besser einen knackigen 90 Minuten Film hätte machen sollen. 30 Minuten pro Buch sollten doch ein extrem intensives Erlebnis ergeben, oder?
Alles in allem kann ich mich aber nicht über das Preis-/Leistungs-Verhältnis beklagen. Für 12 Euro wurde ich knapp 14 Stunden ordentlich unterhalten und habe dafür 2 Spiele gespielt, die zu PS2-Zeiten insgesamt ungefähr das zehnfache gekostet haben. Obendrauf habe ich ein paar Trophäen auf mein PSN-Konto bekommen, mit denen ich zwar nicht angeben kann, die aber zumindest meinen Level dort zu Gute kommen. Ich weiß aber auch, dass mein Interesse an weiteren Kratos-Episoden auf Null gesunken ist. God of War 3 für die PS3 oder ein beliebiger Ableger für die PSP kann kaufen wer will. Aus dieser Käuferschicht bin ich mit dieser Collection entgültig rausgefallen. God of War gehört damals wie heute zu den überschätztesten Spieleserien überhaupt. Darüber können Grafik, Action und Soundtrack nicht hinwegtäuschen. Wer aber kein Problem damit hat unzählige Zentauren, Gorgonen und die gesamte griechische Mythologie in einem halben Tag niederzumetzeln, hat meinen Segen dies auch zu tun.


