Meine Fresse, ist das ein geiles Game. Ja, ich weiß: Man sollte eine Review nicht mit dem Fazit beginnen, aber in diesem Fall kann ich einfach nicht anders. Elite Beat Agents hat mir mehr Spaß gemacht, als so manches „große“ Spiel der letzten Monate.
„Nur“ ein Musikspiel
Dabei ist Elite Beat Agents gar nichts Außergewöhnliches. Es reiht sich ein in die vielen Musik- und Rhythmusspiele, die uns seit Space Channel 5, Dance Dance Revolution oder spätestens Guitar Hero ereilt haben. Die hanebrüchene Story schickt unsere drei musizierenden Agenten zu verschiedenen Aufträgen, bei denen man durch eine gute Performance buchstäblich den Tag rettet. Die jeweiligen Introfilmchen im Standbild-Comic-Look können glücklicherweise übersprungen werden und weitere kleine Streifen kommen während eines Songs nur im Hintergrund zum Einsatz. Anders wäre Eltie Beat Angels auch nicht spielbar, denn spätestens im letzten Drittel des Spiels zieht der Schwierigkeitsgrad kräftig an und jede nervige, grafische Ablenkung würde den Spieler zur Verzweifelung treiben.
Dabei ist das Spielprinzip im Grunde wirklich simpel. Auf dem Touchscreen erscheinen zum Rhythmus passende, nummerierte Farbfelder, die im richtigen Moment und in der korrekten Reihenfolge eine Aktion mit dem Stylus erfordern. Als optische Hilfe zieht sich um jedes Feld ein Kreis zusammen. Trifft der Kreis auf das Feld ist die Aktion gefordert, die aus einfachem Antippen, dem Folgen einer Linie oder dem schnellstmöglichen Rotieren bestehen kann. So chaotisch sich die Beschreibung jetzt anhört, so eingängig ist dieses Spielprinzip. Nach wenigen Minuten wippt man schon mit der Musik und versucht das Level bestmöglich zu schaffen.
Tolle Musikauswahl
Entweder hatten die Musikredakteure einfach keine Ahnung von ihrem Job oder man hat das komplette Team nach den persönlichen Lieblingsliedern gefragt. Alles in allem ist hier jeder gut bedient, der mit der guten Radiomischung „Das Beste aus Pop und Rock“ warm wird. Auch wenn alle Songs nur als Coverversion vorliegen ist die Qualität der einzelnen Titel ungewöhnlich hoch.
Steriogram – „Walkie Talkie Man“
Sum 41 – „Makes No Difference“
Avril Lavigne – „Sk8er Boi“
Freddie Mercury/Queen – „I Was Born to Love You“
Stray Cats – „Rock This Town“
Deep Purple – „Highway Star“
Village People – „Y.M.C.A.“
Earth, Wind and Fire – „September“
Jamiroquai – „Canned Heat“
Madonna – „Material Girl“
Ashlee Simpson – „La La“
Chicago – „You’re the Inspiration“
David Bowie – „Let’s Dance“
Good Charlotte – „The Anthem“
Hoobastank – „Without a Fight“
The Rolling Stones – „Jumpin‘ Jack Flash“
Leider krankt Elite Beat Agents etwas am geringen Umfang. Nach diesen 16 Songs ist das Hauptspiel erledigt und Downloads gibt es nicht. Auch wenn man mit dem Durchspielen des normalen Schwierigkeitgrads eine nächste Stufe freischaltet, ist es schon eine Quälerei diese auch zu meistern. Man wird zwar mit drei neuen Songs belohnt, aber ob das die permanente Überschreitung des eigenen Frustlevels wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Unter’m Strich muss man aber sagen, dass es seit dem ersten Guitar Hero kein Musikspiel mehr gab, dass mich sowohl durch die Musikauswahl als auch durch einen fordernden Schwierigkeitsgrad bestens unterhalten hat. Da das Spiel aktuell für 2 Euro und weniger zu bekommen ist, verpasse ich jedem DS-Besitzer persönlich eine Ohrfeige, der jetzt nicht zugreift. Wie eingangs bereits erwähnt: Das Spiel ist einfach saugeil. Also, 2 Euro auf den Tisch, Kopfhörer einstöpseln und Gas geben!
Ich bin kürzlich auf die Seite Webmaster Friday gestoßen und bin von der Idee wöchentlich ein vorgegebenes Thema zu behandeln recht angetan.
Ich blogge, weil…
…ist also mein Einstiegsthema. Und die Antwort lautet: Weil mir die Domain geschenkt wurde 🙂 …und das ist kein Witz! Ich bin schon seit den „Das ist ja einfach“ Zeiten von AOL online und nahezu genau so lange in Chats, Foren und sogar als Online-Redakteur unterwegs. Ich diskutiere gerne und nirgendwo kann man sich so schön auseinandersetzen, wie im Internet. Ab und zu kann eine Diskussion aber so unsachlich werden, dass man einfach keine Lust mehr auf niederstes Trollniveau hat, weshalb man sich aus solchen „Debatten“ weitestgehend kommentarlos zurückzieht. Da man aber meistens doch noch was zu sagen hat wird ein neues Thema oder eine passende Plattform gesucht und das Spiel geht von vorne los.
Justcarmen meinte irgendwann mal zu mir ich solle doch einfach nen eigenen Blog aufmachen. Da wäre ich dann im eigenen virtuellen Wohnzimmer und sollte sich wirklich mal jemand auf eine Diskussion einlassen wollen, würde es nach den eigenen Regeln ablaufen. Außerdem wollte er einfach sehen, was ich denn so schreiben würde, auch wenn er zumindest mit Games so gar nichts am Hut hat. „Für sowas hab ich doch keine Zeit“ war meine erste Ausrede, die aber mit „Ob du in Foren oder im Blog schreibst ist doch mal vollkommen egal“ entkräftet wurde. Weitere Ausreden wurden ähnlich genullt und als mein entgültiges „Ich will dafür kein Geld ausgeben“ mit „Ich schenk dir eine meiner Domains“ ausgehebelt wurde, fiel mir einfach nix mehr ein. Deswegen gibt es seit Mai 2010 den Spontanbesorger.
Entspannendes Austoben
Jetzt kann ich mich hier auslassen, wenn mich irgendwas nervt oder mir irgendwas besonders gut gefällt. Daraus ist ein Gaming-Shenmue-Soundtrack-Film-Sport-Gedöns geworden, mit dem ich richtig Spaß habe. Es hilft mir Stress abzubauen und über Sachen zu reflektieren, die ich sonst unausgegoren mit mir rumschleppen würde. Wenn ich mir schon über Sachen Gedanken mache, kann ich sie auch in irgendeiner Form niederschreiben. Mittlerweile hängt sogar mein leibliches Wohl an diesem Blog, denn erst wenn ich die Gaststars der Muppet Show der ersten Staffel abgewickelt habe, bekomme ich und ein paar andere Personen eine legendäre Lassagne, von der ich nur weiß, dass sie hervorragend schmecken soll, das Rezept streng geheim ist und für die man stundenlang „rühren-rühren-rühren“ muss.
Mehr als Nebeneffekt schaue ich zu, wie sich mein kleiner Blog bei manchen Themen gegen die Größten in Google behauptet und wie so manches Thema zeitlich begrenzt bevorzugt gelesen wird. Ich finde es immer wieder spannend, dass von all meinen Seitenbesuchern immerhin knapp 10% zurückkommen, um auch andere Artikel zu lesen. Zugegeben, die meisten davon dürften mich persönlich kennen, aber den einen oder anderen konnte ich wohl auch anders gewinnen – nicht wahr, Herr Genesis aus Österreich? 😉
Soviel zu meinem ersten Webmaster Friday Beitrag Ich blogge, weil…
Und da ist es wieder passiert. Die Weihnachtsangebote flattern rein, Schnäppchenseiten kommen mit den Meldungen nicht nach und ich bekomme einen Kaufrausch. Was soll man auch machen, wenn viele Spiele von meiner „Kauf ich wenn es günstiger ist“ Liste auf einmal massiv runtergesetzt werden? Ich bin schließlich auch nur ein Mensch. Hätte meine Herzdame mal nicht gesagt, dass sie schon ein Geschenk für mich hat, als ich ihr meinen Wunschzettel geben wollte. Jetzt musste ich mir den ganzen Kram eben selber kaufen – und ich sehe da noch einige offene Posten 😀
Was hab ich jetzt eigentlich alles bestellt? Da waren erst mal Elite Beat Agents für 2,- Euro (absolut geniales Musikspiel), Last Window für 11,30 Euro und Infinite Space für 12,90 Euro – alles für NDS. Dann wären da noch Deus Ex 3: Human Revolution für ca. 12 Euro, Alice: Madness Returns für ca. 15 Euro und Sonic Generations für 26 Euro – jeweils für XBox 360. Damit wäre mein Budget für den Monat noch nicht erschöpft und ich schaue mal, was ich bis Weihnachten noch so alles vom Online-Rummel schieße.
…und jetzt hole ich mir den Ärger von meiner Regierung ab 😉


